Wiesenexkursion am Wiesenlehrpfad

Am 22. Mai führte Stephan Biebinger im Auftrag des RP Karlsruhe eine kleine Gruppe über den Wiesenlehrpfad bei Wintersdort. Anhand der Lehrtafeln aber vor allem anhand der typischen Arten konnte der Referent den Teilnehmern die vorkommenden Wiesengesellschaften vorstellen.

Laubfroschkonzert in der Rheinaue

Dem Laubfrosch war die Exkursion am Abend des 24. April gewidmet. Eine sehr große Gruppe von Teilnehmen wurde von Rainer Deible zu den Laichgewässern des kleinen grünen Frosches in den Rheinauen bei Elchesheim-Illingen geführt. Da der Laubfrosch erst bei Einbruch der Dunkelheit seine Schallblase ins Schwingen bringt, war der erste Teil der Führung dem abendlichen Vogelkonzert gewidmet. Neben Buchfinken, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücke stand dabei der Gesang der Nachtigall im besonderen Interesse. Zu sehen gab es Graureiher, Haubentaucher und einen Storch sowie die Neubürger Kanadagans und Nilgans. Bei Beginn der Dämmerung war es dann soweit: erst etwas zögerlich aber dann doch immer forscher und lauter ließen die Laubfroschmänner ihr Konzert erklingen. Sobald der Chorleiter den ersten Ton gesetzt hatte, fiel der Rest der Herren umso lauter ein. Die Lautstärke ist so hoch, dass sie auch noch auf dem Rheinhauptdeich, weit weg vom eigentlichen Lebensgewässer zu hören war. Laut Auskünften von Rainer Deible lässt sich dies allerdings an wärmeren Abenden noch deutlich steigern, so dass er den Teilnehmern empfahl die Örtlichkeit an einer wärmeren Nacht nochmals aufzusuchen.

Die Welt der Honigbienen

Einen intensiven Einblick in die Arbeit eines Imkers konnte Michael Gues am 18. April einer kleinen Gruppe interessierter Zuhörer anbieten. Dabei ging er neben der Bedeutung der Honigbiene für den Menschen auch besonders auf die derzeitige Gefährdungssituation der Bienenvölker ein. Einen starken Eindruck hinterließ dann der Blick in den Bienenkasten. Bestens geschützt konnten die Teilnehmer den Bienen bei der Arbeit zuschauen. Dabei galt der Königin des Volkes die meiste Beachtung. Aufgrund der überzeugenden Darstellung seiner Arbeit konnte man den Eindruck gewinnen, als ob einige der Teilnehmer am liebsten gerne sofort mit der Imkerei anfangen würden.

Wasservögel am Rhein

In die schwierige Kunst der Bestimmung von Möwenarten gab es am vergangenen Sonntag eine Einführung von Michael Gues, Ornithologe aus Durmersheim. Vom Aussichtspunkt am Auer Brückenkopf konnten die zahlreichen Teilnehmer in aller Ruhe die auf den Kiesbänken rastenden Vogelarten betrachten. Häufigste Art war die kleine Lachmöwe, dazwischen konnte man aber auch einzelne Exemplare von Sturm- und Silbermöwe entdecken. Dazwischen waren im Rhein Schellenten bei der Nahrungssuche und bei ersten Balzversuchen zu beobachten. Allgegenwärtig sind auf den Wasserflächen Höckerschwäne und Kanadagänse sowie Stockenten. 

Dem niedrigen Wasserstand im Rhein war auch zu verdanken, dass die derzeitigen Umgestaltungsmaßnahmen, die hier im Rahmen des LIFE+-Projektes umgesetzt werden zu sehen waren. Und wie auf Bestellung ließ sich am Schluss der Exkursion auch noch ein Pärchen des Flussuferläufers auf einer Uferbank des Illinger Altrheins beobachten. Diese in Baden-Württemberg stark bedrohte Art gilt als Zielart der Maßnahmen und soll durch die Renaturierung am Kohlkopf und der Tomateninsel optimale Bedingungen für seine Brut vorfinden. 

Live dabei – Entwicklung von Stromtalwiesen

Die Stromtalwiese im Gewann Teilergrund bei Plittersdorf wurde am vergangen Freitag ihrem Namen gerecht. Obwohl sie nicht in der eigentlichen Überflutungsaue liegt, war die gesamte Fläche bis auf wenige Bereiche durch Druckwasser leicht überstaut. Dies als Folge des Rheinhochwassers am Vortag mit einem Abfluss von über 3000 Kubikmeter in der Sekunde.

Die Teilnehmer der Exkursion mussten sich daher mit einem Einblick vom sicheren und trockenen Rand der aufgesuchten Fläche begnügen. Aber auch vom Rand konnte der Exkursionsleiter Stephan Biebinger zahlreiche Pflanzenarten vorstellen. Anhand einer Einteilung in Arten feuchter Standorte, ruderale Arten, Wiesenarten und den eigentlichen Stromtalwiesenarten wurde eine Artenliste der krautigen Pflanzensippen erstellt. Dabei konnten den Teilnehmern über 30 Pflanzenarten anhand ihrer Merkmale vorgestellt werden. Darunter waren auch mit dem Teufels-Abbiss, dem Großen Wiesenknopf, dem Wiesen-Alant und der Gelben Wiesenraute vier Stromtalwiesenarten, die in zahlreichen Exemplaren mittlerweile auf der Fläche heimisch geworden sind. Der Standort der größten Besonderheit auf der Fläche, dem Wiesen-Wasserfenchel, konnte allerdings aufgrund des Wasserstands nicht aufgesucht werden. Nach der erfolgreichen Ansiedlung hat diese Art, die nur noch an wenigen Wuchsorten in der Oberrheinebene vorkommt, einen neuen Standort hinzu gewonnen.

Als Fazit der Veranstaltung konnte Stephan Biebinger feststellen, dass sich im zweiten Jahr nach Beginn der Maßnahme die Tendenz zum Erreichen des Entwicklungsziels weiter verstärkt hat.

Die Natur mit den Augen des Fotografen sehen

Die äußeren Bedingungen waren denkbar schlecht, aber Wind, Kälte und Nässe konnten die Teilnehmer nicht abhalten sich von Rainer Deible in die Vorgehensweise der Makrofotografie einführen zu lassen. Das Wesentliche ist das Sehen, betont der Fotograf und so schärften die Teilnehmer ihren Blick. Und tatsächlich, dort ein kleiner Bläuling an der Blüte des Wiesenknopfs, dort eine Blutzikade, ein Ölkäfer oder ein kleiner Spanner. Es gab viel zu sehen. Attraktion war das Geweih eines Hirschkäfers, der einem hungrigen Vogel zum Opfer gefallen war. Sobald die ersten Sonnenstrahl durchdrangen kam Bewegung in die Welt der Insekten. Das ist der  Moment wo der Fotograf sein Handwerkszeug wieder einpacken kann. Die Zeit der Fotografie sind die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, in denen sich die Tiere bei günstigen Lichtverhältnissen an Pflanzenstängeln ausruhen und sich der Bewegung müde in Ruhe fotografieren lassen. Der Rheindeich am Altrhein ist einer der Lieblingsorte von Rainer Deible. Hier findet er frisch dem Wasser entstiegene Eintagsfliegen, die sogenannten Maifliegen, die ihren Lebenszyklus mit einem Hochzeitsflug über den Wiesen abschließen. Am Ende gab es für die Teilnehmer noch einen kleinen Exkurs an der Kamera mit Hinweisen zu Material und Einstellungen.

Vogelwelt in der Federbachniederung

Es kam wie angekündigt. Revierleiter Michael Gues konnte eine große Teilnehmerschar begrüßen, die bereit war zur frühen Morgenstunde die Vogelwelt der Federbachniederung zu erkunden. Vor dem Start gab er an, dass er mit ungefähr 30 Vogelarten rechnete, die er den Teilnehmern vorstellen könnte. Und tatsächlich ergab sich – akribisch notiert – genau diese Anzahl am Ende der Veranstaltung.

Der Gesang ist es, der die Anwesenheit der Vogelarten verrät. So waren Arten wie Nachtigall, Mönchsgrasmücke und Zaunkönig mit ihren Gesängen immer wieder lärmend aus den Gebüschsäumen zu hören, zu sehen bekam man sie dagegen kaum. Für optische Reize sorgten ein Storch und eine Graugans, die sich von der großen Teilnehmerschar kaum stören ließen.

Am Fuße des Heilwaldes konnte Michael Gues noch auf gelungen Naturschutzmaßnahmen, wie die Anlage eines Tümpels für den seltenen Kammmolch sowie die Aufwertung eines Grabens hinweisen. Mit der Federbachniederung lernten die Teilnehmer einen Naturraum kennen, der aufgrund seiner abgelegenen Lage für die heimische Tierwelt einen wertvollen Rückzugsraum darstellt.

Botanische Exkursion

Live dabei – Entwicklung von Stromtalwiesen

Mit welchen Maßnahmen können artenreiche Wiesengesellschaften wiederhergestellt werden. Zu diesem Thema fand am 9. August eine Exkursion auf eine Stromtalwiesen-Entwicklungsfläche im Gewann Teilergrund bei Rastatt-Plittersdorf und Leitung von Stephan Biebinger statt.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier...

Laubfroschkonzert in der Rheinaue

Eigentlich sollte der Spaziergang am vergangenen Freitagabend zu den Laubfröschen aufgrund der andauernden Niederschläge abgesagt werden. Erstaunlicherweise hatten sich aber dann am vereinbarten Treffpunkt sage und schreibe zwanzig Menschen eingefunden. Um diese nicht einfach wieder heim zu schicken, entschied man sich doch ein Stück Richtung Auwald zu gehen. Mit Schirmen und sonstigen Regenschutz versehen, ging es bis zur kleinen Rinnbrücke. Und wie es die Referenten Rainer Deible und Stephan Biebinger erwartet hatten ließ sich keiner der kleinen grünen Krakeeler bei dieser kühlen Witterung hören. Ein spärlicher Nachtigallgesang, der Regenruf des Buchfinken, ein Rotkehlchen und zwischen durch eine Mönchsgrasmücke war alles, was zu hören war. Rainer Deible erklärte weshalb sich in diesem Bereich so günstige Bedingungen für den Laubfrosch entwickelt hatten, beschrieb anschaulich was hier in wärmeren Nächten zu hören ist. Dann entschloss man sich den Heimweg anzutreten.

Und just in diesem Moment fingen sie an zu rufen, vielleicht nicht ganz so viel und vielleicht nicht ganz so laut. Aber doch ausreichend genug, um den regenfesten Spaziergängern einen Eindruck zu vermitteln, zu welchen Konzerten die Laubfrösche fähig sind. Nun konnten die Teilnehmer durchnässt aber zufrieden ihren Heimweg antreten.

Trommeln im Wald

Bevor alle Teilnehmer am frühen Samstagmorgen anwesend waren, erklang schon der energische Ruf des Grünspechtes aus einer Pappelreihe am Federbach. Kurz darauf zeigte sich ein Schwarzspecht auf einer alten Eiche gegenüber dem Schützenhaus am Oberwald. So konnte Michael Gues, Revierleiter und Ornithologe, gleich zum Start der Exkursion zwei der sieben Spechtarten, die es auf Durmersheimer Gemarkung gibt, vorstellen. Insgesamt finden sich auf seiner Liste rund 150 Vogelarten, die er im Laufe des Jahres beobachten konnte. Darunter so seltene Vögel wie den Merlin als Durchzügler, den Steinkauz als Brutvogel in Streuobstbeständen auf der Hardt aber auch den Ziegenmelker im Hardtwald.

Den Teilnehmern war es recht, dass so früh im Jahr die Vogelschar noch überschaubar war. So waren nur die Vögel zu hören und zu beobachten, die mit uns den Winter vor Ort verbringen. Vor allem Stare, Kleiber und Buchfinken zeigten sich und ließen ihre Reviergesänge hören. Vorbildlich verhielten sich Mittelspecht und Buntspecht. Zeigten sie sich doch auf ein und demselben Baum, so dass es für Michael Gues ein Leichtes war, die Unterschiede der zwei Arten vorzustellen

Exkursion in den Auwald

Silberweiden und ihre Verwandten wie Korbweide, Purpurweide und Mandelweide standen im Mittelpunkt unseres Spaziergangs in die Rheinauen bei Elchesheim-Illingen. Zu erfahren gab es einiges zum Lebensraum, der Biologie und Ökologie der genannten Arten. Im Mittelpunkt standen aber auch die Erläuterungen von Rhein-Park-Guide Monika Fritz-Wörner. Ihr umfangreiches Wissen zu alten Nutzungsformen und alten, mittlerweile fast ausgestorbenen Berufen wie den Korbflechtern, führte bei den Teilnehmern zu einem lebhaften Erfahrungsaustausch. Als gelungenen Auftakt präsentierte Norbert Schmidt ein Paar Holzschuhe aus Weidenholz, wie sie in früheren Zeiten von den Einwohnern bei der Feld- und Gartenarbeit getragen wurden.

Schmetterlinge am Rheindamm

Diesmal hat es geklappt: das Wetter war gut und die Schmetterlingsfreunde waren auch zahlreich gekommen. Die Schmetterlinge gaben ebenso ihr Bestes. Nach dem Motto: Begehrenswert ist - wer selten ist, kamen sie gemütlich, der eine nach dem anderen vorbei geflattert. Gerade so, dass für die Exkursionsleiter Rainer Deible und Stephan Biebinger immer ausreichend Zeit verblieb die Arten vorzuführen. So gab es Schachbrettfalter, Großes Ochsenauge, Schornsteinfeger und einen Bläuling zu bewundern. Daneben hatten Tintenfleck-Weißling, Braunkolben-Dickkopffalter und Weißklee-Gelbling ihren Auftritt und belegten, wie schwierig die Welt auch für Schmetterlingskundler ist. Der Kontrast zu artenreichen, blütenbunten Schmetterlingswiesen am Rheindamm konnten die Teilnehmer auf Wiesenflächen im Gewann Bietigheimer Hecken begutachten. Blütenarm bedeutet eben auch Falterarm. Aber dies soll nicht so bleiben. Die Gemeinde Elchesheim-Illingen wird hier im Rahmen des europäischen Förderprogrammes LIFE+ Maßnahmen durchführen, so dass auch diese Wiesen zu einem Paradies für Schmetterlinge werden.

Schmetterlingsparadies Rheindeich

Artenreiche, blütenbunte Magerwiesen sind für nektarsaugende Schmetterlinge das Schlemmerparadies. Von Düngung verschont, und damit licht und niedrigwüchsig, haben sich auf den südexponierten, trockenen Böschungen der Rheindeiche Wiesenbestände entwickeln können, wie sie in der genutzten Kulturlandschaft selten geworden sind. Davon profitiert eine arten- aber auch individuenreiche Schmetterlingsfauna. Leider werden diese Deiche meist auf großer Strecke in einem Zuge gemäht. Wichtig ist daher die Entwicklung solcher mageren Wiesen auf den rhein- und landseits liegenden Vorländern. Dies soll in den Gewann Bietigheimer Hecken geschehen. Die Exkursion möchte Schmetterlingsarten und ihre Lebensräume vorstellen und auf Maßnahmen zum Erhalt der Arten hinweisen. Trockenes und sonniges Wetter ist Voraussetzung bei der Schmetterlingsbeobachtung.

Die Exkursion beginnt am Sonntag, den 17. Juni um 10 Uhr und wird ungefähr zwei Stunden dauern. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Grillhütte (Schnooge-Hütte) Elchesheim-Illingen. Für nicht ortskundige Teilnehmer: Anfahrt von Durmersheim kommend am Kreisel mit dem Storch geradeaus fahren. Vor der kleinen Brücke rechts ab in den Lauterburger Weg. Immer am Scheidgraben entlang bis man links abbiegen kann und dann ist man am Ziel. Die Leitung haben Rainer Deible und Stephan Biebinger. Bei nicht passender Witterung wird die Exkursion am folgenden Sonntag, 24.06. wiederholt.

Auswärtige Gäste am Oberrhein

Gut besucht war die Exkursion mit dem Biologen Karsten Grabow am Sonntag, den 6. Mai. Leider hatten ausgiebige Regenfälle in den vorangehenden Tagen den Wasserstand des Rheins ansteigen lassen, so dass der Ausflug auf den, dem Rheinufer vor gelagerten Schotterkörper, der so genannten Tomateninsel am Auer Brückenkopf, nur mit Gummistiefeln oder Wathosen möglich gewesen wäre. Einzelne Pflanzenbüschel, die über die Wasseroberfläche hinausragten zeigten die Uferbank an. Nichtsdestotrotz konnte der Spezialist für Neubürger (Neozoen) in Gewässern den interessierten Besuchern eine erquickliche Anzahl dieser Arten zeigen. Beispielsweise die asiatische Körbchenmuschel, die mittlerweile mit zwei Arten am Rhein vertreten ist. Vorgeführt wurde ein Kamber-Krebs, der mit anderen zugewanderten Krebsarten, den einheimischen Arten zu schaffen macht. Mit Erstaunen lauschten die Besucher auch den Ausführungen zu Süßwasserquallen und Schwämmen, die den Rhein und seine Nebengewässer besiedeln.

Von Spechten und Eichen

Alte, großkronige Eichen, mächtige Flatterulmen und feuchte Wälder mit Schwarzerlen bestimmen die Waldbilder im Durmersheimer Oberwald. Auf zahlreichen Verjüngungsflächen werden neben wertvollen Eschen und Ahornen auch junge Eichen als Nachwuchs für die Altbäume herangezogen. Dieses Nebeneinander verschiedener Altersphasen und Waldtypen bietet Lebensraum für eine vielgestaltige Vogelwelt. Im zeitigen Frühjahr dominiert das Hämmern der Spechte, darunter mischen sich schon die ersten Reviergesänge der aus dem Süden heimkehrenden Zugvögel. Der Revierförster Michael Gues wird die Vogelarten vorstellen und erläutern, wie sich durch eine naturnahe Waldwirtschaft die Artenvielfalt erhalten lässt.

Die Vogelexkursion wird im Rahmen des Veranstaltungsprogramms zum LIFE+-Projekt Rheinauen bei Rastatt durchgeführt. Veranstalter ist die Gemeinde Durmersheim und der BUND Südhardt. Start ist am Sonntag, den 1. April um 8 Uhr in Durmersheim, Oberwald, am Parkplatz beim Schützenhaus, Dauer ca. 2 Stunden.

Wintervögel in der Rheinaue

Auf Einladung der Gruppe Storch und Natur trafen sich am vergangenen Sonntag sieben mit Ferngläsern bewaffnete Naturfreunde, um die Wasservogelwelt im Naturschutzgebiet Rastatter Rheinaue zu erkunden. Bei strahlendem Sonnenschein herrschten ausgezeichnete Sichtverhältnisse. Die sibirische Kälte sorgte dagegen für erschwerte Bedingungen. So war am Bärensee und am Wörtfeldsee aufgrund der dicken Eisschicht, die beide Seen bedeckte, kein einziger Wasservogel zu sehen. Nur am Gänsrhein ließ sich ein Pärchen Höckerschwäne beobachten. Kurzerhand verlagerte man die Beobachtung an den Rhein, bei der Plittersdorfer Raukehle. Hier lohnte es sich dann wirklich das Spektiv aufzubauen: die frierenden Vogelfreunde wurden belohnt von einem Paar Gänsesäger, die sich in ihrer ganzen Pracht zeigten. In der Zusammenschau waren es dann doch immerhin 12 Wasservogelarten, die beobachtet werden konnten.

Botanischer Spaziergang

Der Feld-Thymian liebt die sonnigen warmen Standorte, der Gewöhnliche Haarstrang besiedelt magere, wechselfeuchte Wiesen, Sumpf-Schafgarbe und Kantenlauch vertragen es noch etwas feuchter. Diese und zahlreiche andere Pflanzenarten der Wiesen wurden den Teilnehmern des botanischen Spaziergangs in Elchesheim-Illingen vorgestellt. Aufgrund der etwas  unpassenden Rahmenbedingungen, wie kühle Witterung und gerade erfolgter Mahd am Rheindamm, zeigten sich die wärme liebenden Blütenbesucher wie Schmetterlinge und Wildbienen leider nicht. So konnte auch der an den Großen Wiesenknopf gebundene Dunkle Wiesenknopfameisen-Bläuling nicht leibhaftig vorgestellt werden. Der Bericht über seine Lebensweise führte aber dennoch zu großem Erstaunen. Zum Schluss konnten die Teilnehmer einen bunten Strauß neuer, manchmal auch schon bekannter Arten mit nach Hause nehmen.

Fahrradexkursion in Rheinstetten

Martin Reuter stellt Renaturierungsmaßnahmen am Federbach vor

Zu einer gemeinsamen Fahrradexkursion der Lokalen Agenda Gruppen aus Durmersheim und Rheinstetten sowie des BUND Rheinstetten und Südhardt konnte der Umweltkoordinator der Stadt Rheinstetten Martin Reuter am vergangenen Freitag, den 3. Juni zahlreiche Besucher willkommen heißen.

Martin Reuter stellte dabei die Ergebnisse der seit 25 Jahren in Rheinstetten laufenden Biotopvernetzung vor. Neben der Anlage zahlreicher Kleingewässer, der Umwandlung von Ackerflächen in artenreiches Grünland, der Pflanzung von Streuobstbäumen und Feldhecken wurden dabei auch besondere Artenschutzmaßnahmen wie die Wiederansiedlung des verschollenen Kleefarns umgesetzt. Auch die Renaturierung des Federbachs ist Teil des Maßnahmenkomplexes. Ein weiteres wichtiges und aktuelles Element ist ein Weidemanagement des Grünlandes mit verschiedenen Nutztierrassen.

Bei der Exkursion wurden den Teilnehmern wichtige Anregungen vermittelt, die als Grundlage für künftige Umsetzungen und Planungen in den Nachbarkommunen dienen können.

Von großen und kleinen Käfern!

Es waren wohl doch mehr die kleinen Käfer, die - vorgestellt von Karsten Grabow - für Unterhaltung sorgten. Auf der gut besuchten Exkursion in den Durmersheimer Heilwald bekamen die zahlreichen Teilnehmer einen Einblick in die Formenvielfalt der Käferwelt und in die spannende Biologie der kleinen Krabbeltiere. Gleichzeitig wurde jedem klar, welche Besonderheit und Wertigkeit dieser Waldbestand direkt vor der Haustür darstellt.

Interessierte Blicke - der Biologe Karsten Grabow erläutert allerlei Wissenwertes zur Käferwelt


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