Pflegeaktion an der Amphibienleitanlage

Die Helfer nach vollbrachter Arbeit

Aktive des BUND und der Gruppe Storch und Natur trafen sich am vergangenen Freitag zu einer kleinen Pflegeaktion an der Amphibienleitanlage in Elchesheim-Illingen. Passend zur Rückwanderung der Amphibien aus ihren Laichgewässern, galt es die über die Betonsteine hängende Vegetation zu beseitigen. Notwendig, um ein Überklettern der Steine zu verhindern. Das dabei auch jede Menge Müll im Bereich des Wendehammers beim Industriegebiet im Seitel weggeräumt werden musste, ist leider immer wieder traurige Realität. Kurz vor dem letzten Gewitterschauer konnten die Arbeiten fertiggestellt werden.

Allen Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Rettet die Bienen

Nicht nur in Bayern findet ein dramatisches Artensterben statt. Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögel und Wildkräuter ist auch im Ländle alarmierend. Bayern hat gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger ein Wandel im Umgang mit unserer Lebensgrundlage wollen und dafür Verantwortung übernehmen. Mit diesem beflügelten Willen soll es in Baden-Württemberg weitergehen. Alles zur Kampagne finden Sie hier...

 

 

 

 

 

Pflegeaktion an der Amphibienanlage in Elchesheim-Illingen


Gemeinsam für den Amphibienschutz. Am vergangenen Samstag haben Aktive der Initiativgruppe Storch und Natur und des BUND Südhardt bei einem Arbeitseinsatz die Amphibienleitanlage rund um das Gewerbegebiet am Seitel in Elchesheim-Illingen gepflegt und für die bald beginnende Amphibienwanderzeit vorbereitet.

Die Anlage an der L 78a zwischen Elchesheim-Illingen und Steinmauern dient dazu, den aus den Winterquartieren wandernden Amphibien ein gefahrloses Passieren der viel befahrenen Straße zu ermöglichen. Über ein Leitsystem aus Betonelementen werden die Tiere zu Tunneln unter der Straße geführt. Haben sie diese durchquert, ermöglicht das Leitsystem die Weiterwanderung entlang des Gewerbegebiets „Am Seitel“ zu den Laichgewässern im Naturschutzgebiet Seitel und den Lebensräumen in der Rheinaue.

Um zu verhindern, dass die Tiere die Betonelemente überwinden und in das Gewerbegebiet vordringen, müssen an der Anlage in regelmäßigen Abständen Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Es gilt die Leitsteine von zu starkem Bewuchs von Gehölzen, einer Übererdung und insbesondere auch von Abfällen aller Art zu reinigen. Bei optimalen Bedingungen – trockene und sehr kühle Witterung – zogen die Aktiven am vergangenen Samstag mit Spaten, Astscheren und Müllsäcken bewaffnet am Leitsystem entlang. Es wurde geschaufelt und geschnitten. Bald war die Aufgabe bewältigt: der Weg für die Tiere ist wieder frei, die Funktion der Anlage wieder hergestellt. Die Wanderung der Amphibien kann beginnen.

Schachbrett ist Schmetterling des Jahres 2019

 

Unsere Insektenwelt schwindet – weil die industrielle Landwirtschaft immer größere Teile unseres Landes in lebensfeindliche Agrarwüsten verwandelt. Mit der Auszeichnung des Schachbretts soll darauf hingewiesen werden, dass auch viele, früher nicht seltene Schmetterlinge verdrängt werden.

Mehr zu den Schmetterlingen des Jahres unter: https://www.bund.net/tiere-pflanzen/schmetterlinge/schmetterling-des-jahres/

Das "Insektenhotel"

Das Heckenbiotop, welches von der BUND Ortsgruppe vor Jahren im Zuge der Biotopvernetzung in Bietigheim angelegt wurde, hat sich zu einer dichten und geschlossenen Feldhecke entwickelt. Am Rande dieses Biotops hatte die BUND Kindergruppe im Jahr 2006 eine Nistmöglichkeit für holzbrütende Wildbienen angelegt. Dieses sogenannte „Insektenhotel“ wurde im Laufe der Zeit allerdings völlig von der Hecke überwachsen.

Auf Initiative unseres Mitglieds Dagmar Mockert wurde das Insektenhotel im Februar abgebaut und zur Renovierung in die Werkstatt von Stephan Biebinger transportiert. Dort wurden die alten, nicht mehr tauglichen Nisthölzer entfernt und neue Nisthölzer eingesetzt. Am schützenden Dach wurde die durchgemorschte Fichtenabdeckung entfernt und durch wetterfestes Lärchenholz ersetzt.

Am 6. April war es dann soweit: Das Insektenhotel trat seine Rückreise von Durmersheim auf die Bietigheimer Hardt an. Dort angekommen wurde es mit vereinten Kräften wieder aufgestellt. Ausgewählt wurde hierfür die sonnenbeschienene Südostecke des Biotops. Dies soll dazu dienen, dass schon am frühen Morgen die Strahlen der Sonne die Hölzer aufwärmen und den beherbergten Wildbienen einen frühen Flug ermöglichen. Spannend wird es nun sein, regelmäßig am Insektenhotel vorbeizuschauen und die Belegung der Nisthölzer zu untersuchen.

Angesichts des grassierenden Insektensterbens wird es allerdings nicht ausreichen den Wildbienen Habitat-Requisiten zur Verfügung zu stellen. In einer intensiv genutzten Landschaft wie der Hardt, wird es vor allem auf die Landwirte und ihre Wirtschaftsweise ankommen, dass wir auch weiterhin eine artenreiche und mannigfaltige Insekten-Fauna auf den Feldern vor unserer Haustür vorfinden werden.

BUND Radtour Mobil ohne Auto

 

Am vergangenen Sonntag, den 16. Juli, trafen sich BUND-Aktive zu der alljährlichen Tour zum Aktionstag Mobil ohne Auto. Ziel der Fahrt unter Leitung von Willy Pastorini war diesmal die Bahnbaustelle Bashaide an der Grenze zwischen Durmersheim und Mörsch. Bei einem Zwischenstopp am Waldspielplatz Bashaide auf Gemarkung Mörsch wurden den Teilnehmern anhand von Karten und Plänen die Arbeiten zur Erstellung des Abzweigs der Neubaustrecke erklärt.

 

Nach einer ausgiebigen Diskussion zum Thema Verkehr und Klimaschutz gab es dort den vergnüglichen Höhepunkt des Ausflugs. Im Rahmen eines kleinen Boule-Turniers konnte jede Frau und jeder Mann ihre/seine Fertigkeiten an der Metallkugel bei der Jagd auf das Schweinchen zeigen.

 

Während der darauffolgenden Rückfahrt nutzte Willy Pastorini die Gelegenheit bei der Überquerung der Bahnstrecke, die vorher in der Theorie beschriebenen Maßnahmen aus der erhöhten Position auf der Feldwegbrücke über die Bahn nochmals zu erläutern. Dabei ging er hier auch auf die zu erwartenden Auswirkungen der Baustelle sowie des künftigen Bahnverkehrs auf die Anwohner der betroffenen Ortschaften ein. Ausreichend informiert traten die Teilnehmer dann den Heimweg an.

 


Alte Legenden

Die Durmersheimer schmücken sich gerne mit einem Märchen aus vergangenen Zeiten. Da jagten sie - aufgeschreckt durch panische Rufe eines Mitbürgers - mit allen Waffen, die sie gerade zur Hand hatten einen Bären auf einem Acker in der Feldflur. Dass es sich schlussendlich beim Bären nur um einen Pudel handelte, nahmen sie erleichtert, wenngleich auch etwas beschämt zur Kenntnis.

Dass sich diese alte Mär aber zutiefst im Gemütszustand der Durmersheimer verankert hat, konnte man bei der letzten Gemeinderatssitzung beobachten. Anlass war die Vorstellung eines Plans zur Erhaltung und Entwicklung der Naturschätze auf unserer Gemarkung durch eine Vertreterin des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Wer jetzt erwartet hätte, dass sich ein freudiges Raunen durch die Sitzungsreihen breitmachen würde oder gar Applaus aufkäme, ob der frohen Botschaft über diesen Wert der Natur- und Kulturlandschaft auf Durmersheimer Gemarkung, wurde enttäuscht.

Es hob ein allgemeines Jammern und Wehklagen an, wie man es schon aus der alten Geschichte kennt. Und wie damals fackelte man nicht lange, sondern zog mit heftigen Worten ins Gefecht - diesmal gegen die Übermittlerin der vermeintlich schlechten Nachrichten. Auf der Strecke blieben dabei Sachverstand und fachliche Auseinandersetzung mit der Thematik. So wurde der Landesbehörde vorgeworfen, dass sie für das Vordringen des Kalikokrebses und dem Verschwinden des Steinkrebses mitverantwortlich sei. Dabei blieb unbeachtet, dass der Steinkrebs auf unserer Gemarkung seit langem nicht mehr vorkommt und dies der Gewässerverschmutzung angelastet werden muss, die ein großes Säugetier auf zwei Beinen verursacht hat. Nebenbei wurde der Behörde vorgeworfen, auch noch für das Scheitern des Rebhuhnprojektes auf der Hardt mitverantwortlich zu sein. So wurde munter weiter fabuliert, es wurde flugs eine neue Pflanze, das Japanische Springkraut, erfunden und als Krönung auch noch die Dinosaurier angeführt, die ja sicherlich, so die Mutmaßung des Gremiums, vom Regierungspräsidium unter Schutz gestellt worden wären.

Traurig aber wahr: die Chancen, die ein solcher Fachplan für die Kommune bietet, wollte vor lauter Erregung niemand sehen: Der kleine und feine, aber bedeutsame Unterschied zwischen Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen kam vor lauter Lamentieren auch nicht an. Dass schlaue Kommunen alles daransetzen, dass ihre Flächen zur Entwicklung für Arten oder Lebensräume im Plan festgeschrieben werden, hat man in Durmersheim leider noch nicht verstanden. Denn die Entwicklung und Umsetzung einer Maßnahme auf solchen Flächen ist nicht nur freiwillig, sie bietet den Gemeinden einen Flächenpool mit behördlich anerkannter Eignung für die Erzeugung von Ökopunkten.

Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Verwaltung jetzt intensiver und vor allem konstruktiver mit dem Fachplan auseinandersetzt und, so dies geschehen ist, erkannt wird, dass man statt eines Bären einen Pudel vor sich hat, den man getrost ins Dorf heimführen kann.

Der Dunkle Ameisen-Wiesenknopf-Bläuling, eine der geschützten Arten - noch mit stabiler Population auf Durmersheimer Gemarkung
Osterfeuer, Foto: www.pixelio.de

Mein Strom ist grün!

Der Wechsel ist denkbar einfach: einen Stromliefervertrag  (den erhalten Sie bei uns) unterschreiben, die letzte Stromabrechnung beilegen und absenden an den BUND Regionalstrom-Anbieter die Energiewerke Schönau (EWS). Und sie haben persönlich schon den Ausstieg aus der Atomindustrie geschafft.

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Unser Planet versinkt im Plastik: Es ist im Boden, im Wasser, in der Luft. Doch Müllstrudel im Meer und Abfallhalden gigantischen Ausmaßes sind nur die eindrucksvollsten Auswirkungen der Plastikkrise. Wir essen Plastik, tragen Plastik als Kleidung am Körper und schmieren uns Mikroplastik aus Kosmetik ins Gesicht. neben der Klimakatastrophe und dem Artensterben ist die Bewältigung der Plastikkrise die dritte große Herausforderung für die Menschheit.

Download Plastikatlas 

 

 

Agrar-Atlas 2019

Daten und Fakten zur EU Landwirtschaft - Reformen für Ställe, Äcker und Natur! 

Heinrich Böll Stiftung, Le Monde diplomatique, BUND

Download 9,04 MB, 52 Seiten 

Eine gedruckte Version kann auf den Seiten des BUND Bundesverband Publikationen kostenfrei bestellt werden.

 

 

Bildkalender für das neue Jahr

Eine frisch geschlüpfte Heidelibelle ziert das Titelbild des neuen Rheinauen Kalenders für 2019. Der attraktive Kalender, der die Natur der Rheinauen zum Inhalt hat, führt als bunter Begleiter an der Wand durch das Jahr. Dabei ist er nicht nur für das eigene Heim eine Zierde – der Kalender eignet sich auch vortrefflich als Geschenk.

Gestaltet wird der Kalender von den beiden Naturfotografen Rainer Deible und Arno Helfer. Der Kalender im Format A3 (13 Seiten – 430x300mm – gedruckt auf 240g Papier) ist zum Preis von 21,50 EUR erhältlich. Kalender im Format A2 sind auf Anfrage möglich. Erworben werden kann er in Elchesheim-Illingen bei Renate Kleinbub, Steinstr. 7 oder direkt bei den beiden Fotografen: Rainer Deible Rainer Deible – Kirchstr. 33 Elchesheim-Illingen – Tel.: 0176/42573431 – rainer@deible.de oder Arno Helfer – Wormserstr. 7 Rheinstetten-Mörsch –  Tel.: 0175/1861257 – mail@arnohelfer.de.

Fleischatlas 2018

Weltweit haben es die Verbraucherinnen und Verbraucher satt, von der Agrarindustrie für dumm verkauft zu werden. Anstatt – wie in der EU und den USA üblich – die Mas­sentierhal­tung mit öffentlichen Geldern zu fördern, ver­lan­gen sie vernünftige politische Rahmenbe­dingun­gen für eine ökologische, soziale und ethisch vertretbare Landwirt­schaft. Deshalb ist es der Heinrich-Böll-Stiftung und dem BUND so wichtig, mit dem Fleischatlas 2018 über die negativen Auswirkungen der Fleischproduktion zu informieren und Alternativen aufzuzeigen.

Bestellungen als pdf oder ausgedrucktes Exemplar unter:

https://www.bund.net/

service/publikationen/

detail/publication/

fleischatlas-2018/

 

 

Neue Broschüre des BUND und der BUNDjugend erschienen!

Rheinauen bei Rastatt

Das Rheinauen-Portal der Naturfreunde Rastatt.

Spannendes und Informatives rund um den "badischen Dschungel".

LIFE+ Projekt Rheinauen bei Rastatt

Das LIFE+ Projekt ist abgeschlossen. Auf der Webseite sind alle Informationen zu den Maßnahmen zu finden. Empfehlenswert sind zu jeder Jahreszeit die Ausflugstipps. 

Beobachtungstipps

Leitfaden zur Greifvogelverfolgung

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